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Projektziele von FraxRecovery

Das Folgeprojekt FraxForFuture 2: FraxRecovery verfolgt das übergeordnete Ziel, die Gemeinen Esche (Fraxinus excelsior) als bedeutende Wirtschafts- und Ökosystembaumart langfristig in deutschen Wäldern zu erhalten. Aufbauend auf den Erkenntnissen des Demonstrationsvorhaben FraxForFuture (2020-2024) werden erfolgsversprechende Ansätze zum Schutz und zur Wiedereinbringung der Esche gezielt weiterentwickelt und in die forstliche Praxis überführt.

Zehn Teilvorhaben verschiedener Forschungseinrichtungen arbeiten eng zusammen und bündeln ihre Expertise in drei zentralen Handlungsfeldern: 

1. Schutz des Ökosystems und Wiedereinbringung toleranter Eschen 

Im Handlungsfeld I werden die ökologischen Wechselwirkungen in Eschenbeständen untersucht, um wirksame Ansätze zur Erhaltung ganzer Bestände zu entwickeln und zu erproben. Einerseits soll die biologische Vielfalt auf den Untersuchungsflächen erforscht werden, um das Monitoring voranzutreiben, Ökosystemfunktionen zu analysieren und geeignete Alternativbaumarten zu finden. Andererseits liegt der Fokus auf der Vermehrung von Bäumen, die das Eschentriebsterben tolerieren. Hierzu werden die im Rahmen des Demonstrationsvorhabens begonnenen Pflanzungen von Samenplantagen fortgesetzt und Nachkommenschaftsprüfungen durchgeführt.  Zu diesem Zweck wird Saatgut von weniger anfälligen Eschen gesammelt und molekulargenetische Marker zur Identifizierung toleranter Individuen entwickelt.

2. Praxistransfer der gewonnenen Erkenntnisse und breite Implementierung von Rettungsmaßnahmen

Im Handlungsfeld II werden innovative, natürliche Methoden eingesetzt, um gesunde Eschen gezielt zu stärken. Im Zentrum steht dabei die Weiterentwicklung biologischer Pflanzenschutzverfahren, etwa durch die Optimierung des Mikrobioms. Durch den gezielten Einsatz nützlicher Bakterien und Pilze werden die Abwehrkräfte der Bäume im Kronen-, Stamm- und Wurzelbereich auf biologische Weise unterstützt. Diese biologischen Schutzmaßnahmen werden durch die gezielte forstwirtschaftliche Wiedereinbringung und aktive Förderung der Esche im Wald ergänzt. 

3. Monitoring des weiteren Schadgeschehens und Erfolgskontrolle von Managementkonzepten

Im dritten Handlungsfeld stehen die genaue Beobachtung der Wälder sowie die Kontrolle der Schutzmaßnahmen im Mittelpunkt. Auf den Untersuchungsflächen wird kontinuierlich analysiert, wie sich das Eschentriebsterben in Deutschland räumlich und zeitlich ausbreitet. Gleichzeitig wird auf ökologischer und genetischer Ebene die Wirksamkeit der Rettungsmaßnahmen geprüft, beispielsweise durch die Messung des Pilzsporendrucks im Boden oder die Untersuchung besonders robuster Bäume. Die reaktivierten Untersuchungsflächen dienen zudem als wertvolle Datenbasis für das gesamte Projektnetzwerk. Bestehende Handlungsempfehlungen aus dem Vorgängerprojekt werden evaluiert und an die aktuellen Praxisbedingungen angepasst.

 

Projektleitung & Koordination

Verbundprojektsprecherin:

Dr. Gitta Langer
NW-FVA, Abteilung Waldschutz
T 0551 69401 129
gitta.langer@nw-fva.de

Projektkoordination:

Dr. Christopher Sander
NW-FVA, Abteilung Waldschutz
T 0551 69401 163
christopher.sander@nw-fva.de