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Aktuelles

Treffen „Junge Wissenschaftler“ aus FraxRecovery in Dümmer

Teilnehmer des Treffens „Junger Wissenschaftler“ auf der Nachkommenschaftsprüfung in Schuenhagen (Foto: J.Brune)

Auf Einladung des Forstliches Versuchswesens (BT FVI) der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern fand vom 15. bis 17. Juni 2026 ein Treffen der Projektmitarbeiter des Verbundvorhabens "FraxForFuture 2: Frax Recovery" statt. Der Einladung nach Mecklenburg-Vorpommern folgten 18 Wissenschaftler und Techniker. Besonders erfreulich war, dass trotz der teilweise sehr weiten Anreise alle 10 Projektpartner vertreten waren. Die Unterbringung für die drei Tage erfolgte in der Schulungsstätte Dümmer der Landesforstanstalt in der Nähe von Schwerin. Am Montag fand gegen 13 Uhr eine kurze Begrüßung durch den örtlichen Projektleiter Dr. Eric Thurm statt. Anschließend stellten die jeweiligen Projektmitarbeiter in etwa 20-minütigen Vorträgen ihre Teilvorhaben sowie erste Ergebnisse vor. Im Anschluss gab es Zeit für Diskussionen. Nach den ersten fünf Teilvorhaben wurde der Tag mit einem gemeinsamen Grillen und anschließendem geselligen Beisammensein abgerundet.

Am zweiten Tag stand eine Exkursion zum Forstamt Schuenhagen auf dem Programm. Dieses ist stark geprägt von zahlreichen Nassstandorten und ehemals hohen Eschenanteilen. Der erste Exkursionspunkt war die Nachkommenschaftsprüfung im Revier Lendershagen, die aus dem Vorgängerprojekt „ResEsche“ hervorgegangen ist. Hier zeigt sich mittlerweile ein deutliches Infektionsgeschehen. Trotz der widrigen Umstände für die Esche wiesen einzelne Exemplare auf der Fläche eine deutliche Widerstandsfähigkeit und gute Vitalität auf. Als älteste Eschen-Nachkommenschaftsprüfung Deutschlands gibt dies Hoffnung für die weiteren Flächen und ermöglicht die Weitergabe erster Erfahrungswerte. Nach einer Mittagspause am historischen Forstamtsgebäude in Schuenhagen ging es weiter in ein Naturwaldreservat im Revier Lendershagen. Hier konnte man eindrucksvoll beobachten, wie sich ein ehemaliger Eschenmischbestand ohne menschliches Zutun entwickelt. Erfreulich waren Reste von Alteschen sowie auftretende Eschen-Naturverjüngung. Einen Blick über den Tellerrand ermöglichte die Vorstellung des Projekts „HydroForMix“, das sich mit Alternativbaumarten zur Esche auseinandersetzt, aber naturräumlich unter ähnlichen Bedingungen arbeitet. Den krönenden Abschluss der Exkursion bildete ein Bestand mit femelartig auftretender, stubenhoher Eschen-Naturverjüngung. Dies unterstreicht erneut, dass weiterhin Hoffnung für die Zukunft der Esche besteht. Im Anschluss an die Exkursion besuchte das Team gemeinsam das Altstadtbrauhaus in Schwerin sowie das Schweriner Schloss.

Am letzten Tag stellten die übrigen Mitarbeiter ihre Teilvorhaben vor. Den Abschluss bildete eine längere freie Diskussion, in der interessante Informationen ausgetauscht und Absprachen für den weiteren Projektverlauf getroffen wurden. Nach drei ereignisreichen und interessanten Tagen traten die Teilnehmer nach einem gemeinsamen Mittagessen die Heimreise an. Das Ziel des Treffens, den bilateralen Austausch zu Projektbeginn zu fördern, konnte damit erfolgreich erreicht werden.